Die kommunalen Theater und Orchester in Niedersachsen bekommen mehr Geld vom Land. Der Landeshaushalt sieht für 2027 zusätzlich zwei Millionen Euro vor, für 2028 kommen weitere 3,5 Millionen Euro hinzu. Das teilt die Stadt Göttingen am Mittwoch, 1. Juli, mit. In Göttingen betrifft das das Deutsche Theater (DT) und das Göttinger Symphonie Orchester (GSO).
Verhandelt hat eine Gruppe der kommunalen Theater- und Orchesterstandorte, an deren Spitze Göttingens Oberbürgermeisterin Petra Broistedt steht. Nach Angaben der Stadt entsprechen die Summen genau dem, was die Verhandlungsgruppe für die beiden Jahre gefordert hatte.
Zwei Jahre fest, danach eine Absichtserklärung
Für die Jahre 2029 bis 2031 sind die Mittel im Haushalt fortgeschrieben. Auf dieser Grundlage soll ein Vertrag mit dem Land über zwei Jahre geschlossen werden, verbunden mit einer Willensbekundung zur Finanzierung ab 2029. Verbindlich zugesagt ist das Geld damit zunächst nur für 2027 und 2028.
Seit 2019 hatte sich das Land nicht mehr an den Tarifsteigerungen der kommunalen Häuser beteiligt. Die Lücken, die dadurch entstanden, und fehlende Vereinbarungen für die Folgejahre hatten die Theater und Orchester nach Darstellung der Stadt zunehmend belastet.
Broistedt spricht von einem sehr guten Tag für DT, GSO und die übrigen kommunalen Bühnen. Die Verhandlungsgruppe habe zehn Jahre um eine verlässliche Finanzierung gerungen. Mit der Zusage steige das Land wieder in die Mitfinanzierung der Tarifsteigerungen ein. Ihr Dank gilt unter anderem Kulturminister Falko Mohrs, den Landtagsabgeordneten aus den Theaterstädten und den Ensembles, die gemeinsam demonstriert hatten.
Bildquellen
- Junges Theater Göttingen: Tilman2007
- Göttinger Symphonie Orchester auf der Bühne: Jean11
- Bücherregale der Stadtbibliothek Göttingen: Stadt Göttingen
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