Gemeinsamer Aktionsplan: Göttingen will besser vor häuslicher Gewalt schützen

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Stadt und Landkreis Göttingen wollen beim Schutz vor geschlechtsspezifischer und häuslicher Gewalt enger zusammenarbeiten. Der Kreistag hat einen gemeinsamen Aktionsplan am Dienstag, 30. Juni, einstimmig beschlossen, auch der Rat der Stadt Göttingen hat zugestimmt. Das teilt der Landkreis Göttingen mit.

Der Plan ist als gemeinsame Absichtserklärung gefasst. Er soll den Rahmen bilden, in dem die Maßnahmen in den kommenden Jahren nach und nach umgesetzt werden. Konkrete Summen oder Fristen nennt die Mitteilung nicht.

Prävention und Täterarbeit im Fokus

Inhaltlich geht es um Prävention, Schutz, Beratung, Vernetzung, Fortbildung und den Ausbau von Strukturen. Hervorgehoben werden mehr Präventionsangebote für Kinder und Jugendliche und eine Stärkung der Arbeit mit Tätern. Gewalt soll früh verhindert und gewalttätiges Verhalten durchbrochen werden.

Erarbeitet haben den Plan die Koordinatorinnen von Stadt und Landkreis, die für die Umsetzung der Istanbul-Konvention zuständig sind. Grundlage war eine wissenschaftliche Bestandsaufnahme des Handlungsbedarfs. Beteiligt waren laut Landkreis Beratungsstellen, Polizei, Justiz, Gesundheitswesen, Jugendhilfe und Wissenschaft.

„Jetzt beginnt die eigentliche Arbeit: die schrittweise Umsetzung der Maßnahmen“, sagt Daniela Jeksties, Gleichstellungsbeauftragte des Landkreises. Die Istanbul-Konvention ist das Übereinkommen des Europarats zur Verhütung und Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen und häuslicher Gewalt; in Deutschland gilt sie seit 2018.

Betroffene finden rund um die Uhr Hilfe beim bundesweiten Hilfetelefon „Gewalt gegen Frauen“ unter 116 016.

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