Die Notarztstandorte Osterode am Harz und Barbis sollen auch 2027 durchgehend besetzt bleiben. Der Landkreis Göttingen hat dafür eine europaweite Ausschreibung gestartet, die eine 24-Stunden-Vorhaltung an beiden Standorten vorsieht. Grundlage ist ein einstimmiger Beschluss des Kreistags vom Dienstag, 30. Juni.
Gekündigte Vereinbarung löste Debatte aus
Ausgangspunkt waren nach Angaben der Kreisverwaltung Verhandlungen über die Finanzierung der Notarztversorgung ab 2027. Ausgelöst wurden sie durch die Kündigung der bisherigen Vereinbarung mit einem beauftragten Leistungserbringer; wer gekündigt hat, nennt die Mitteilung nicht. Bei der Prüfung habe man verschiedene Strukturvarianten betrachtet. Der Kreistag beauftragte die Verwaltung dann, mit den Kostenträgern zu verhandeln und die Ausschreibung auf eine durchgehende Besetzung in Osterode und im Bad Lauterberger Ortsteil Barbis auszurichten.
Die Gespräche mit den Kostenträgern laufen laut Landkreis konstruktiv, sind aber noch nicht abgeschlossen. Eine dauerhafte Lösung über 2027 hinaus steht damit noch aus. „Gleichzeitig setzen wir die Gespräche über eine langfristig tragfähige Lösung konsequent fort“, sagt Kreisrätin Marlies Dornieden, Dezernentin für Öffentliche Sicherheit und Ordnung.
Vier Standorte im Landkreis
Der Landkreis hat derzeit vier Notarztstandorte: Osterode am Harz, Barbis, Duderstadt und Hann. Münden. Alle sind rund um die Uhr besetzt. Je nach Lage können Notärztinnen und Notärzte aus der Stadt Göttingen und den Nachbarkreisen hinzukommen, auch per Rettungshubschrauber.
Bildquellen
- Neuer Behindertenbeauftragter Osterode: Stadt Osterode am Harz
- Orangefarbene Bank vor dem ALOHA: WIBO – Wirtschaftsbetriebe der Stadt Osterode GmbH (via Stadt Osterode am Harz)
- Rathaus Osterode am Harz (Harzkornmagazin): Migebert
- Streifenwagen Symbolbild: Symbolbild – Foto: iStock
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