Elf Parteien und Wählergruppen ziehen in den neuen Stadtrat ein, die Grünen bleiben mit 28,6 Prozent stärkste Kraft. Das zeigt das amtliche Endergebnis der Ratswahl vom Sonntag, 13. September, das die Stadt Göttingen auf ihrem Wahlportal veröffentlicht hat. Die 48 Sitze wurden am Freitag, 18. September, verteilt.
Grüne vorn, Linke zweistellig
Die Grünen erhielten 47.346 Stimmen und 14 Sitze. Die CDU kam auf 21,6 Prozent und zehn Sitze, die SPD auf 19,2 Prozent und neun Sitze. Die Linke erreichte 15,1 Prozent und stellt künftig sieben Ratsmitglieder.
Jeweils einen oder zwei Sitze gingen an kleinere Listen: Die FDP holte mit 3,0 Prozent zwei Mandate. Mit je einem Sitz vertreten sind das BSW (2,9 Prozent), Volt (2,6 Prozent), die GöLinke (2,1 Prozent), die AfD (1,9 Prozent), Die PARTEI (1,5 Prozent) und die BfnS (1,4 Prozent). Der Einzelbewerber André Tront erhielt 153 Stimmen und damit kein Mandat.
Verluste für SPD und GöLinke
Im Vergleich zur Gemeindewahl 2021, die das Wahlportal in einer Gewinn- und Verlustrechnung gegenüberstellt, verlor die SPD 5,8 Prozentpunkte. Damals lag sie bei 25,0 Prozent. Die Grünen büßten 2,2 Punkte ein, die CDU 1,5 Punkte, die FDP 2,5 Punkte. Die GöLinke, die 2021 noch 7,7 Prozent erreicht hatte, fiel auf 2,1 Prozent. Für Die Linke, die AfD und das BSW weist die Vergleichsrechnung für 2021 keine Stimmen aus. Volt legte von 1,2 auf 2,6 Prozent zu.
Deutlich gestiegen ist die Wahlbeteiligung. Sie lag bei 61,5 Prozent, nach 51,3 Prozent im Jahr 2021. Wahlberechtigt waren 92.948 Göttingerinnen und Göttinger, 57.206 von ihnen gingen wählen.
Die beiden OB-Kandidaten mit den meisten Stimmen
Unter den gewählten Ratsmitgliedern erhielt Onyekachi Oshionwu (Grüne) die meisten persönlichen Stimmen. Sie wurde im Wahlbereich 5 Göttingen-Mitte mit 4.221 Stimmen direkt gewählt. Auf Platz zwei folgt Dr. Ehsan Kangarani (CDU) mit 3.602 Stimmen im Wahlbereich 3 Göttingen-West, dahinter Dr. Florian Dinger (SPD) mit 2.254 Stimmen im Wahlbereich 1 Göttingen-Ost.
Oshionwu und Kangarani treten am Sonntag, 27. September, auch in der Stichwahl um das Oberbürgermeisteramt gegeneinander an. Im ersten Wahlgang hatte Oshionwu 41,44 Prozent erreicht, Kangarani 27,86 Prozent. Dinger war mit 21,60 Prozent ausgeschieden, ebenso Dr. Thomas Goes (Die Linke) mit 9,10 Prozent.
Bildquellen
- Kreuzung am Weender Tor in Göttingen (Archivbild): GeorgDerReisende / Wikimedia Commons
- Jüdischer Friedhof in Geismar (Archivbild): Jan Stubenitzky (Dehio) / Wikimedia Commons
- Alte Mensa in Göttingen: Dguendel
- Halbrund angeordnete Sitzreihen im holzvertäfelten Ratssaal des Neuen Rathauses Göttingen.: Rendor Thuces Al'Nachkar
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