Feuerwache West in Göttingen-Grone: Berufs- und Werkfeuerwehr unter einem Dach

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In Göttingen-Grone entsteht ein gemeinsamer Standort für Berufsfeuerwehr, Rettungsdienst und die Werkfeuerwehr der Sartorius AG. Mit einer Grundsteinlegung hat am Freitag, 9. Oktober, der Bau der Feuer- und Rettungswache West an der Holtenser Landstraße/Europaallee in Grone offiziell begonnen. Bauherrin ist die städtische Tochter GWG Gesellschaft für Wirtschaftsförderung und Stadtentwicklung Göttingen; die Stadt Göttingen hat deren Presseinformation veröffentlicht.

Die Bauzeit ist auf rund zwei Jahre angesetzt. Arbeiten sollen in der Wache bis zu 180 Beschäftigte im 24-Stunden-Dreischichtbetrieb.

Was auf dem Grundstück entsteht

Das Grundstück ist rund 15.000 Quadratmeter groß, das Gebäude soll eine Bruttogrundfläche von rund 5.700 Quadratmetern haben. Gebaut wird in Holz-Beton-Hybridbauweise, vorgesehen sind Photovoltaik, Gründächer und ein Regenwassermanagement. Neben Fahrzeughallen und Einsatzbereichen sind Werkstätten, Lager, Verwaltungs- und Schulungsräume sowie Aufenthalts- und Ruhebereiche geplant.

Die GWG übernimmt die Bauherrschaft und führt die Anforderungen der verschiedenen Nutzer in einem Gebäudekonzept zusammen. Die Generalplanung liegt bei RSE+ Architekten Ingenieure, Generalunternehmer ist die Hermanns HTI-Bau GmbH & Co. KG. Für das Unternehmen werde mit der Grundsteinlegung aus einer umfangreichen Planung eine konkrete Baustelle, sagte Geschäftsführer Bernd Nordheim.

Werkfeuerwehr zieht mit ein

Oberbürgermeisterin Petra Broistedt nannte das Projekt bei der Grundsteinlegung ein Beispiel für die Zusammenarbeit von öffentlicher Hand und Privatwirtschaft. Die besonderen Aufgaben der Werkfeuerwehr Sartorius im Brand- und Gefahrenabwehrschutz würden in der Planung berücksichtigt, heißt es in der Mitteilung.

Der Leiter der Berufsfeuerwehr, Frank Dittrich, stellte die praktischen Anforderungen in den Vordergrund: kurze Wege, funktionierende Abläufe und gute Bedingungen für die Einsatzkräfte. „Eine Feuer- und Rettungswache muss vor allem eines können: funktionieren“, sagte Dittrich. Der Erste Stadtrat Christian Schmetz, als Dezernent auch für die Feuerwehr zuständig, sprach von einer Frage der Wertschätzung gegenüber den Einsatzkräften.

2022: drei Wachen der Berufsfeuerwehr

Wie die Göttinger Feuerwehr aufgestellt war, hatte die Stadt 2022 bei der Vorstellung ihres neuen Feuerwehrbedarfsplans beschrieben. Damals besetzten die hauptamtlichen Kräfte der Berufsfeuerwehr an der Hauptfeuerwache, der Feuerwache Klinikum und der Feuerwache Sartorius insgesamt 27 Funktionen rund um die Uhr. Hinzu kamen 13 Ortsfeuerwehren der Freiwilligen Feuerwehr mit rund 410 aktiven Kräften.

Der Bedarfsplan sollte nach damaliger Mitteilung unter anderem die künftige Standortstruktur der Berufsfeuerwehr festlegen. Grundlage ist das Niedersächsische Brandschutzgesetz, nach dem jede Gemeinde eine den örtlichen Verhältnissen entsprechende, leistungsfähige Feuerwehr aufstellen muss. Für die Bemessung hatte die Stadt die Risikostruktur im Stadtgebiet analysiert und Planungsziele festgelegt, umgangssprachlich auch Schutzziele genannt.

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