875.000 Euro pro Bus: Was Göttingens neue E-Gelenkbusse kosten

2 Min. Lesezeit.

Rechnerisch rund 875.000 Euro kostet jeder der vier elektrischen Gelenkbusse, die die Göttinger Verkehrsbetriebe (GöVB) jetzt neu in Dienst gestellt haben. Die vier Fahrzeuge vom Typ Mercedes-Benz eCitaro sind vor allem auf den Linien 71 und 72 unterwegs. Insgesamt hat die GöVB für sie nach eigenen Angaben rund 3,5 Millionen Euro investiert. Jeder Bus bietet Platz für etwa 139 Fahrgäste, davon 44 auf Sitzplätzen, und soll je nach Einsatz bis zu 350 Kilometer mit einer Ladung schaffen. Geladen wird auf dem Betriebshof an der Gustav-Bielfeld-Straße und an Ladestationen an den Endhaltestellen.

Gut die Hälfte zahlen Bund und Land

Rund 1,3 Millionen Euro der Kosten übernimmt das Bundesverkehrsministerium, weitere 513.000 Euro die Landesnahverkehrsgesellschaft Niedersachsen. Zusammen sind das gut 1,8 Millionen Euro oder etwa 52 Prozent. Rechnerisch bleiben knapp 1,7 Millionen Euro, wer diesen Anteil trägt, geht aus den Angaben nicht hervor.

Ähnlich lief es schon im Sommer. Im August hatte die GöVB zwei weitere Elektrobusse für die Linien 41 und 42 in Betrieb genommen. Sie kosteten laut der damaligen Mitteilung zusammen rund 1,3 Millionen Euro, die Förderung von Bund und Land lag bei 728.000 Euro. Die Elektroflotte wuchs damit auf 30 Fahrzeuge, mit den vier neuen Gelenkbussen sind es jetzt 34, davon 26 Gelenk- und acht Solobusse.

Eine Frage lassen die Mitteilungen offen. Im Dezember 2025 hatte die GöVB angekündigt, sechs weitere eCitaro anzuschaffen, vier Gelenk- und zwei Solobusse, gefördert über die NBank aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung und des Landes. Geliefert werden sollten sie im Oktober 2026. Ob die jetzt gestarteten Gelenkbusse zu diesem Paket gehören, geht aus den Angaben nicht hervor, die genannten Förderer unterscheiden sich.

Ein neuer Betriebshof für mindestens 100 E-Busse

Im September hat die GöVB den Planungsauftrag für einen neuen Elektrobus-Betriebshof an der Hermann-Kolbe-Straße vergeben. Auf rund 40.000 Quadratmetern sollen Stellplätze für mindestens 100 Elektrobusse, Werkstätten und Verwaltung entstehen. Baubeginn soll 2029 sein, in Betrieb gehen soll der Hof Ende 2031. Was er kostet, hat die GöVB nicht mitgeteilt, Förderanträge werden nach ihren Angaben vorbereitet.

Für Fahrgäste in der Stadt bringt der Herbst noch eine zweite Änderung. Ab Montag, 26. Oktober, will die GöVB nach einer Zeit mit eingeschränktem Angebot wieder nach dem gewohnten Fahrplan fahren, mit 15-Minuten-Takt auf den Hauptlinien.

Bildquellen

  • Alte Mensa in Göttingen: Dguendel
  • Elektro-Gelenkbusse der GöVB: GöVB

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