Einbeck: Neustädter Kirchplatz fertig, Altes Rathaus hat einen Aufzug

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6,9 Millionen Euro hat die Neugestaltung des Neustädter Kirchplatzes in Einbeck im Landkreis Northeim gekostet. Am Donnerstag, 22. Oktober, hat die Stadt den Platz offiziell eingeweiht. Er hat jetzt ein Brunnenfeld und einen Pavillon. Ganz fertig ist der Pavillon noch nicht, dort laufen letzte Arbeiten. Geplant ist, dass in einem Teil des Gebäudes ein inklusives Café einzieht.

Am selben Tag ging im Alten Rathaus ein Aufzug in Betrieb. Mit ihm sind mehrere Etagen des Baus aus dem 16. Jahrhundert ohne Stufen erreichbar. Der Aufzug schließt den ersten Bauabschnitt im Rathaus ab, zu dem auch Arbeiten im Keller und in der Rathaushalle gehörten.

Ein Konzept von 2017 und ein vertagtes Obergeschoss

Der Umbau des Alten Rathauses folgt einem Nutzungs- und Erschließungskonzept, das ein Hildesheimer Architekturbüro im Auftrag der Stadt erarbeitet und am 26. Januar 2017 öffentlich vorgestellt hat. Das geht aus der Projektseite der Stadt Einbeck hervor. Als erste Maßnahme wurden 2018 der Sitzungssaal und das Trauzimmer mit neuer Beleuchtung und Präsentationstechnik ausgestattet. Danach plante die Stadt den Gewölbekeller, den Aufzug, Toiletten und ein Stuhllager im Erdgeschoss.

Der Gewölbekeller könnte laut Stadt stärker für Touristen und für kleinere Veranstaltungen genutzt werden, die Rathaushalle soll interessanter werden als Ort für Gäste, Einwohner und Kulturveranstaltungen. Offen ist weiter, was aus dem Obergeschoss wird. Die Überlegungen, es umzunutzen, sind nach Angaben der Stadt „zunächst zurückgestellt“.

Das Rathaus ist Teil von Fachwerk5Eck, einem gemeinsamen Projekt von Einbeck mit Duderstadt, Hann. Münden, Northeim und Osterode am Harz. Drei der fünf Fachwerkstädte liegen im Landkreis Göttingen.

Wer bezahlt, und was Eigentümer in der Neustadt wissen sollten

Der Kirchplatz liegt im Sanierungsgebiet „Neustadt-Möncheplatz“. Einbeck ist mit diesem Gebiet seit 2012 im Förderprogramm „Städtebaulicher Denkmalschutz“, getragen von Bund, Land Niedersachsen und Stadt, wie die Stadt auf ihrer Seite zum Sanierungsgebiet schreibt. Das Programm ist inzwischen mit einem weiteren Programm im Bund-Länder-Programm „Lebendige Zentren“ gebündelt. Wie sich die 6,9 Millionen Euro für den Platz genau auf Bund, Land und Stadt verteilen, geht aus den öffentlich einsehbaren Angaben der Stadt nicht hervor.

Für Hauseigentümer im Gebiet hat das Programm konkrete Folgen. Im Mittelpunkt steht nach Angaben der Stadt die Modernisierung privater Gebäude, öffentliche Flächen werden nur an ausgewählten Stellen umgestaltet. Wer saniert und einen Zuschuss möchte, braucht vor Baubeginn eine sanierungsrechtliche Genehmigung und einen Modernisierungsvertrag mit der Stadt. Feste Prozentsätze gibt es nicht, die Stadt prüft jeden Fall einzeln nach den Kosten, die sich nicht rechnen, und nach den verfügbaren Mitteln.

Auch ohne Zuschuss kann sich ein Vertrag lohnen: Für Modernisierungen kommt eine erhöhte steuerliche Abschreibung nach dem Einkommensteuergesetz in Frage, Einzelheiten klären Finanzamt oder Steuerberater. Ausgleichsbeträge erhebt Einbeck nach eigenen Angaben nicht, weil die Sanierung im vereinfachten Verfahren läuft. Stadt und Sanierungsträger bieten kostenlose Beratungen an.

Bildquellen

  • Streifenwagen: Symbolbild – Foto: iStock
  • Streifenwagen: Symbolbild – Foto: Shutterstock

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