Im leerstehenden ehemaligen Rathaus von Bad Lauterberg hat es binnen eines Tages zweimal gebrannt. Die Polizei geht in beiden Fällen von vorsätzlicher Brandstiftung aus. Ein 30 Jahre alter Mann wurde noch in der Nähe des Gebäudes an der Ritscherstraße festgenommen. Er steht nach Angaben der Polizeiinspektion Göttingen im dringenden Verdacht, das Feuer gelegt zu haben.
Am Mittwoch, 14. Oktober, gegen 22.10 Uhr bemerkten Zeugen Rauch und riefen die Feuerwehr. Bei deren Ankunft standen Teile des Hauses bereits in Vollbrand. Die Einsatzkräfte löschten die Flammen schnell und verhinderten, dass sich das Feuer ausbreitete. Verletzt wurde niemand. Wie hoch der Schaden ist, war zunächst unklar.
Schon in der Nacht zuvor gebrannt
Bereits in der Nacht auf Mittwoch hatte ein Passant gegen 1 Uhr Feuer in demselben Gebäude bemerkt und die Feuerwehr alarmiert. Weil der Brand früh entdeckt wurde, blieb der Schaden nach Polizeiangaben bei geschätzt rund 5.000 Euro.
Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Göttingen wurde der 30-Jährige am Donnerstagnachmittag, 15. Oktober, dem Haftrichter vorgeführt. Die Ermittler prüfen auch, ob er mit weiteren Bränden in Verbindung steht. In der Innenstadt von Bad Lauterberg hatte es zuvor bereits mehrfach gebrannt.
Ermittlungsgruppe seit Wochenbeginn
Wegen der Brandserie hatte die Polizeiinspektion schon zu Beginn der Woche eine eigene Ermittlungsgruppe eingerichtet und die polizeiliche Präsenz erhöht. Bis zu einem rechtskräftigen Urteil gilt für den Festgenommenen die Unschuldsvermutung.
Hinweise zu allen Bränden nimmt die Polizei weiter entgegen.
Hinweise an die Polizei Bad Lauterberg: Telefon 05524/963-0
Bildquellen
- Lackschaden an einem schwarzen Auto (Symbolbild): Shixart1985 / Wikimedia Commons
- Löschtrupp im Einsatz: Symbolbild – Foto: Shutterstock
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