Erst kam der Anruf, dann der Besuch: Ein Unbekannter hat am Montag, 28. September, gegen 16 Uhr in Dransfeld mehrere EC-Karten einer Frau an sich genommen und ist damit verschwunden. Die Karten sind inzwischen gesperrt.
Nach Angaben der Polizeiinspektion Göttingen hatte sich der Anrufer vorher als Mitarbeiter einer „Kriminaltechnischen Untersuchung“ einer Bank ausgegeben. Er setzte die Frau unter Druck und behauptete, sie mache sich strafbar, wenn sie keine Angaben zu ihren Konten mache.
Der Mann, der die Karten abholte, soll etwa 25 Jahre alt und rund 1,75 Meter groß sein und kurze dunkle Haare haben. Er trug ein helles T-Shirt und Jeans.
Masche ist nicht neu
Die Polizei kennt das Vorgehen aus mehreren Fällen der vergangenen Wochen. „Die Tatbegehungsweise ist nicht die erste dieser Art“, sagt Marko Otte, Beauftragter für Kriminalprävention der Polizeiinspektion Göttingen. Meist würden ältere Menschen angerufen und es werde behauptet, ihre Karten seien fehlerhaft und müssten geprüft werden. Danach stünden falsche Bankmitarbeiter vor der Tür, nähmen Karte und PIN mit und höben anschließend Geld ab.
Otte rät, Karte und PIN niemals an Fremde zu geben und die PIN nicht auf der Karte zu notieren. Banken meldeten sich bei Sicherheitsproblemen nicht telefonisch. Wer einen solchen Anruf bekommt, sollte selbst auflegen und bei der eigenen Bank nachfragen, am besten persönlich. „Misstrauen hat nichts mit Unhöflichkeit zu tun“, so Otte.
Hinweise nimmt das Polizeikommissariat Hann. Münden unter Telefon 05541/9510 entgegen.
Bildquellen
- Einbrecher: Symbolbild – Foto: Shutterstock
- Alkoholtest: Symbolbild – Foto: iStock
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