Wer zwischen Göttingen und Rosdorf unterwegs ist, kann noch etwas länger ohne Umleitung fahren. Der Baubeginn auf der Landesstraße 573 wird voraussichtlich vom Montag, 26. Oktober, auf Montag, 23. November, verschoben. Das hat die Niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr (NLStBV) in Bad Gandersheim am Freitag, 23. Oktober, mitgeteilt; die Stadt Göttingen gab die Information bereits am Donnerstag weiter.
Als Ursache nennt die Behörde nicht vorhersehbare, längere Lieferzeiten für Materialien des beauftragten Unternehmens. Der neue Termin gilt ausdrücklich als voraussichtlich.
Fahrbahn und Radschnellweg in einem Zug
Was ab dem 23. November gebaut werden soll, hatte die Landesbehörde gut eine Woche zuvor, am Donnerstag, 15. Oktober, beschrieben. Zwischen dem Rosdorfer Kreisel auf Göttinger Stadtgebiet und dem Kreisel Ascherberg in der Gemeinde Rosdorf wird die Fahrbahn erneuert. Gleichzeitig werden Abschnitte des bestehenden Gehwegs für den städtischen Radschnellweg ausgebaut. Diesen Teil der Arbeiten lässt die Stadt Göttingen ausführen.
Die Gesamtkosten für Straße und Radweg beziffert die NLStBV auf rund vier Millionen Euro. 2,5 Millionen Euro davon kommen aus dem städtischen Haushalt und entfallen auf den Radschnellweg.
Gebaut wird in drei Abschnitten. Über den zweiten und dritten Abschnitt und die damit verbundenen Sperrungen will die Behörde gesondert informieren. Die kurze Vorlaufzeit ihrer Ankündigung vom 15. Oktober begründete die Behörde damit, dass der Auftrag kurzfristig vergeben worden sei, um noch in der laufenden Bausaison beginnen zu können.
Umleitung über Sandweg und Lotzestraße
Der erste Bauabschnitt reicht vom Rosdorfer Kreisel bis zum Sandweg. Nach den Plänen der Landesbehörde wird der Verkehr in Richtung Göttingen dann über den Sandweg und die Lotzestraße umgeleitet. In Richtung Rosdorf kann der Verkehr am Baufeld vorbeigeführt werden.
Für die abschließenden Asphaltarbeiten, die voraussichtlich Anfang 2027 anstehen, muss dieser Abschnitt zeitweise voll gesperrt werden. Ortskundigen empfiehlt die Behörde, den Bereich während der Bauzeit weiträumig zu umfahren.
Für den Radschnellweg sind im weiteren Verlauf zusätzliche Einschränkungen nötig, darunter eine etwa dreiwöchige Teilsperrung des Rosdorfer Kreisels. In dieser Zeit sind das Leineviertel und der Brauweg nur aus Richtung Bürgerstraße zu erreichen. Diese Teilsperrung sollte nach der ursprünglichen Planung etwa drei bis vier Wochen nach Baubeginn eingerichtet werden; den genauen Zeitpunkt will die Behörde gesondert bekanntgeben.
Fertigstellung bisher für Juli 2027 geplant
Abgeschlossen sein sollte die Gesamtmaßnahme nach dem Stand vom 15. Oktober Ende Juli 2027, witterungsbedingte Verzögerungen nicht ausgeschlossen. Einen neuen Fertigstellungstermin hat die Behörde mit der Verschiebung nicht genannt. Sie bittet Verkehrsteilnehmende sowie Anliegerinnen und Anlieger um Verständnis.
Bildquellen
- Alte Mensa in Göttingen: Dguendel
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