Forum Wissen Göttingen: Mitmach-Parcours zeigt, wie Fake News entstehen

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Wie entstehen Fake News? Warum glauben Menschen manchen Falschinformationen, und weshalb verbreiten sich einige Meldungen millionenfach? Diesen Fragen können Besucherinnen und Besucher im Forum Wissen der Universität Göttingen bald selbst nachgehen. Der interaktive Parcours „Check the Fact“ ist vom 12. November 2026 bis zum 28. März 2027 zu sehen, wie die Georg-August-Universität Göttingen mitteilt. Eröffnet wird er am Mittwoch, 11. November, um 18.30 Uhr.

Zur Eröffnung sprechen laut Veranstaltungskalender des Forum Wissen Museumsleiterin Dr. Sandra Potsch, Dr. Vanessa Mitschke vom Georg-Elias-Müller-Institut für Psychologie der Universität und Prof. Dr. Viola Priesemann vom Max-Planck-Institut für Dynamik und Selbstorganisation. Die Teilnahme an der Eröffnung ist kostenfrei und ohne Anmeldung möglich.

Ein eigener Fake-Post aus der „Trollfabrik“

An acht Stationen untersuchen die Besucher, wie Falschinformationen entstehen, warum sie manchmal glaubwürdig wirken und wie sie sich verbreiten. In einer „Trollfabrik“ wechseln sie die Perspektive und basteln aus KI-generierten Bildern, zugespitzten Schlagzeilen und emotionalen Reizwörtern einen eigenen Fake-Social-Media-Post. Dabei werde deutlich, wie schnell sich eine überzeugende Falschmeldung herstellen lasse, heißt es in der Mitteilung.

Um die Wirkung von Nachrichten geht es mit Forschenden aus der Abteilung Kognition, Emotion und Verhalten der Universität. Sie geben Einblicke in die Rolle von Emotionen und sogenannten biases – automatischen Denkmustern, die bei der Verarbeitung von Informationen helfen, aber auch in die Irre führen können.

Welcher Chatbot streut Falsches ein?

Zwei Stationen sind gemeinsam mit dem Max-Planck-Institut für Dynamik und Selbstorganisation entstanden. Bei „Good Cop / Bad Bot“ gilt es herauszufinden, welcher von zwei KI-Chatbots gezielt Falschinformationen einstreut. An einem echten Münzspielautomaten lässt sich beobachten, wie sich Informationen im Netz in Kaskaden verbreiten.

Zum Abschluss richtet der Parcours den Blick nach vorn, etwa mit der Frage, ob Plattformen stärker Verantwortung übernehmen müssen. Auf einem Debattenboard können die Besucher über verschiedene Vorschläge abstimmen, sie kommentieren und eigene Ideen einbringen.

„Check the Fact“ richtet sich besonders an Jugendliche zwischen zehn und 16 Jahren, lädt aber ebenso Erwachsene ein. Entstanden ist der Parcours in Zusammenarbeit mit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern des Max-Planck-Instituts, des Georg-Elias-Müller-Instituts für Psychologie sowie mit Martin Fehrensen vom Social Media Watchblog.

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