Die Stadt Bad Lauterberg will die vor rund 15 Jahren gebaute Biogasanlage westlich von Bartolfelde nun im Flächennutzungsplan erfassen.
Der Vorentwurf der 34. Änderung des Flächennutzungsplans ist seit Donnerstag, 5. November 2026, online abrufbar, wie die Stadt im Amtsblatt für den Landkreis Göttingen bekanntmacht. Den Vorentwurf hat der Verwaltungsausschuss laut Bekanntmachung am Dienstag, 23. Juni 2026, beschlossen.
Genehmigung der Planung von 2014 blieb aus
Für die Anlage hatte die Stadt schon 2014 die 25. Änderung des Flächennutzungsplans und den Bebauungsplan Nr. 70 „Landenergie Bartolfelde“ beschlossen. Laut der Begründung zum Vorentwurf konnte die Genehmigung wegen eines formellen Mangels nicht erteilt werden, das geht aus einem Schreiben des Landkreises Göttingen vom Donnerstag, 6. August 2020, hervor. Die neue Planung läuft als 34. Änderung, auch um Verwechslungen mit der alten zu vermeiden.
Strom und Wärme für das Netz der Harz Energie
Gebaut hat die Anlage die Landenergie Bartolfelde GmbH & Co. KG. Die Genehmigung der Anlage selbst über 150 Kilowatt Leistung erging laut Begründung am Montag, 19. September 2011. Laut Begründung wurde die maximale Leistung mit der 25. Änderung auf 720 Kilowatt erhöht, die Erzeugung von 2,3 Millionen Kubikmetern Biogas werde dabei nicht überschritten. Der Strom geht in das Netz der Harz Energie Netz GmbH, die Wärme in das Fernwärmenetz der Harz Energie. Die Anlage nimmt laut Begründung Landwirten aus dem Stadtgebiet und der Nachbarschaft Feldfrüchte und Gülle ab.
Die Fläche liegt im geplanten Wasserschutzgebiet „Pöhlder Becken“ in der Schutzzone III. Zu den Unterlagen gehören eine Geräuschprognose und eine Geruchsimmissionsprognose aus dem Jahr 2013. Laut Begründung werden die Grenzwerte der TA Lärm eingehalten.
So können Bürger Stellung nehmen
Stellungnahmen nimmt die Stadt bis Montag, 7. Dezember 2026, entgegen, per E-Mail an bauamt@badlauterberg.de mit dem Betreff „Stellungnahme 34. Änderung F-Plan Landenergie Bartolfelde“, bei Bedarf auch schriftlich oder mündlich zur Niederschrift. Die Unterlagen liegen außerdem während der Sprechzeiten im Dienstgebäude Ritscherstraße 4 aus, nach Terminvereinbarung unter 05524/853-150 auch zu anderen Zeiten.
Bildquellen
- Enforcement-Trailer zur Geschwindigkeitsmessung (Symbolbild): Offenbacherjung
- Biogasanlage (Symbolbild): DALIBRI / Wikimedia Commons
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