Vielfalt sei keine Imagekampagne, die man gelegentlich fürs Firmenfoto glänzen lasse, sie müsse sich im Arbeitsalltag bewähren: Das betonte Heike Sieber vom Netzwerk Antidiskriminierung in Stadt und Landkreis Göttingen, wie die Stadt Göttingen mitteilt. Das vierte Treffen des Netzwerks stand am Freitag, 9. Oktober, unter dem Motto „Vielfalt sichert Zukunft – auch bei uns?“.
Im Netzwerk sind nach Angaben der Stadt rund 80 Organisationen vertreten. Für das Treffen gingen etwa 150 Anmeldungen ein, aus Wirtschaft, Wissenschaft, Verwaltung und Zivilgesellschaft.
Einen Impuls gab der Psychologe und Antidiskriminierungsexperte Daniel Bartel von der IMAP GmbH. Er knüpfte an das bekannte Konformitätsexperiment von Solomon Asch an und warb dafür, dass Unternehmen offen über Diskriminierung sprechen und sie bearbeiten können. Vorschläge dafür: vertrauliche Anlaufstellen, verbindliche Beschwerdeverfahren und sogenannte Lernräume, in denen diskriminierende Situationen fachlich begleitet aufgearbeitet werden.
Bildquellen
- Talisman 2026: Preisträgerinnen und Preisträger in der Paulskirche: DSI/Jana Kay (Deutschlandstiftung Integration)
- Alte Mensa in Göttingen: Dguendel
- Netzwerktagung Antidiskriminierung Göttingen: Stadt Göttingen
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