Wie voll ist der Bus wirklich, und an welcher Haltestelle steigt kaum jemand ein? Darauf soll es im Regionalverkehr in Südniedersachsen künftig genauere Antworten geben. In 128 Bussen in den Landkreisen Göttingen, Northeim und Holzminden sind automatische Fahrgastzählsysteme eingebaut worden, teilt der Verkehrsverbund Süd-Niedersachsen (VSN) mit. Die Einbauphase ist abgeschlossen.
Sensoren über den Türen erfassen, wie viele Menschen ein- und aussteigen. Die Zahlen werden mit Haltestellen- und Fahrplandaten verknüpft. Personenbezogene Daten würden nicht gespeichert, so der Hersteller. Eine unabhängige Zertifizierung läuft noch, angestrebt wird eine Zählgenauigkeit von nahezu 100 Prozent.
Erste Auswertungen für einzelne Linien und Teilnetze sind laut VSN bereits möglich. In den kommenden Monaten sollen die Daten nach und nach in die Planung einfließen, damit Angebote und Kapazitäten zur tatsächlichen Nachfrage passen. Entscheidungen ließen sich künftig auf einer deutlich besseren Datengrundlage treffen, sagt Martin Brünig, Vorsitzender des ZVSN-Verbandsausschusses.
Das Projekt gehört zum EU-geförderten Programm „Zukunftsregionen in Niedersachsen“ und wird mit rund 398.500 Euro gefördert.
Bildquellen
- Vorstellung der automatischen Fahrgastzählung im VSN: Verkehrsverbund Süd-Niedersachsen (VSN)
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