Seit Mitte des 19. Jahrhunderts ist an dem Haus am Spritzenhausplatz in Osterode am Harz baulich kaum etwas verändert worden, genutzt wurde es bis in die zweite Hälfte des 20. Jahrhunderts fast wie zur Bauzeit. Das Ackerbürgerhaus von 1615 soll nun saniert und erhalten werden, teilt die Stadt Osterode am Harz mit.
Ein junges Paar aus Herzberg hatte das Haus nach Angaben der Stadt auf einer Auktion gekauft, ohne es vorher zu besichtigen. Erst bei der ersten Begehung zeigte sich, wie viel historische Substanz erhalten ist. Die letzten größeren Umbauten stammen aus der Mitte des 19. Jahrhunderts. Die Raumstruktur der Bauzeit ist weitgehend erhalten, die Speichergeschosse sind nicht ausgebaut, in der Küche sind noch Elemente der ursprünglichen Feuerstelle zu sehen. Zunächst mussten die Böden von eingelagertem Stroh befreit werden.
„Der Erhaltungszustand ist damit nicht nur in Osterode, sondern wahrscheinlich im gesamten südlichen Niedersachsen einmalig“, sagte Marco Bode vom Architekturbüro Schweidler, das erste Pläne erstellt hat. Das Niedersächsische Landesamt für Denkmalpflege hat das Haus als Einzeldenkmal eingestuft. Damit sind steuerliche Abschreibungen für Reparaturen an Fassade, Dach und Innenräumen möglich.
Eine vom Fachwerk5Eck geförderte Ideenskizze zeigt mögliche Richtungen, ist aber noch keine fertige Planung. Die Untere Denkmalschutzbehörde des Landkreises Göttingen wurde früh eingebunden. Kosten nennt die Stadt nicht. Eigentümer historischer Fachwerkhäuser können sich an das Fachwerk5Eck wenden, Telefon 05551 966-370.
Bildquellen
- Übergabe des Kunstrasenplatzes Lasfelde: Stadt Osterode am Harz
- Neue Laufbahn in Dorste: Stadt Osterode am Harz
- Bolzplatz in Riefensbeek-Kamschlacken: Stadt Osterode am Harz
- Fachwerkhaus am Spritzenhausplatz Osterode: Stadt Osterode am Harz
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