IG Metall: Warnstreiks in den Regionen Einbeck, Osterode und Göttingen

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Die IG Metall Süd-Niedersachsen-Harz meldet zentrale Warnstreiks in den Regionen Einbeck, Osterode und Göttingen.

Die Teilnehmenden seien mit dem Angebot der Arbeitgeber in der Tarifverhandlung der Metall- und Elektroindustrie nicht einverstanden, teilt die Gewerkschaft am Dienstag, 3. November 2026, mit. „Wir sind streikbereit!“, sagt Dominik Langosch, 1. Bevollmächtigter der IG Metall Süd-Niedersachsen-Harz. Laut Gewerkschaft unterstützen weitere Warnstreiks in Betrieben der Region die Forderung. Wie berichtet, hatte die Stadt Osterode am Harz für denselben Dienstag einen Aufzug der IG Metall mit etwa 300 bis 400 Teilnehmenden angekündigt.

Tarifrunde Metall und Elektro
Forderung IG Metall5 Prozent mehr Entgelt bei zwölf Monaten LaufzeitAngebot ArbeitgeberEinmalzahlung von 1 Prozent des durchschnittlichen tariflichen Jahresbruttoentgelts im Juli 2027, an die Lage der Unternehmen anpassbar; 1,3 Prozent mehr im Juli 2028Laufzeit im Angebotbis Sonntag, 31. Dezember 2028Dritte RundeStart laut IG Metall am Donnerstag, 5. November 2026

Was die IG Metall verlangt

Die IG Metall fordert 5 Prozent mehr Entgelt für Beschäftigte und Auszubildende bei zwölf Monaten Laufzeit. Für die unteren Entgeltgruppen soll das Ergebnis eine soziale Komponente enthalten, in Betrieben mit guter Lage verlangt die Gewerkschaft eine Gewinnbeteiligung. Außerdem will sie über die Sicherung von Beschäftigung sprechen.

Einmalzahlung und 1,3 Prozent als Angebot

NiedersachsenMetall legte in der zweiten Verhandlungsrunde am Dienstag, 27. Oktober 2026, ein Angebot vor. Es sieht laut dem Arbeitgeberverband eine Einmalzahlung von 1 Prozent des durchschnittlichen tariflichen Jahresbruttoentgelts im Juli 2027 und eine Erhöhung der Entgelttabellen um 1,3 Prozent im Juli 2028 vor, die Laufzeit soll bis Sonntag, 31. Dezember 2028, reichen. Die Einmalzahlung soll an die wirtschaftliche Lage der Unternehmen angepasst werden können. NiedersachsenMetall fordert außerdem, die Automatische Differenzierung dauerhaft fortzuschreiben und auszuweiten. Ein zusätzliches betriebliches Instrument soll laut Verband mehr Spielraum schaffen, um Investitionen, Innovationen, Standorte und Beschäftigung zu sichern.

Die IG Metall schreibt, für 2026 und 2027 sehe das Angebot keine Erhöhung der Tabellenentgelte vor, die Einmalzahlung könne bei schwacher Rendite entfallen. Auch wollten die Arbeitgeber tarifliche Leistungen leichter aussetzen und über Krankenstände verhandeln.

„Wir wollen eine Lösung. Aber wir dürfen die wirtschaftliche Realität nicht ausblenden“, sagte Dr. Volker Schmidt, Hauptgeschäftsführer von NiedersachsenMetall, am Dienstag, 27. Oktober 2026. Seit 2018 sei die Produktion der Metall- und Elektroindustrie um 15 Prozent eingebrochen, während der Welthandel um 20 Prozent gewachsen sei.

Dritte Runde am Donnerstag

In dieser Woche sind laut IG Metall bundesweit in mehr als 2.000 Betrieben Warnstreiks geplant. Die dritte Verhandlungsrunde soll am Donnerstag, 5. November 2026, starten.

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