Am Hiroshimaplatz vor dem Neuen Rathaus hisst die Stadt Göttingen am Mittwoch, 8. Juli, die Flaggen der Mayors for Peace. Das weltweite Bündnis von Bürgermeistern fordert, Atomwaffen endgültig abzuschaffen.
Das Datum ist bewusst gewählt. Am 8. Juli 1996 stellte der Internationale Gerichtshof in Den Haag in einem Gutachten fest, dass Androhung und Einsatz von Atomwaffen generell gegen das Völkerrecht verstoßen. Die Staaten seien zudem verpflichtet, Verhandlungen über nukleare Abrüstung zu führen und abzuschließen.
Angesichts des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine, der im fünften Jahr ist, und der Konflikte im Nahen Osten sehen die Mayors for Peace eine anhaltende atomare Bedrohung. Der 2017 von den Vereinten Nationen verabschiedete Atomwaffenverbotsvertrag brauche weitere Unterstützer, vor allem unter den Atommächten.
Gegründet wurde das Bündnis 1982 vom Bürgermeister von Hiroshima. Nach Angaben der Stadt gehören ihm mehr als 8.500 Städte an, darunter über 900 in Deutschland. Mehr als 600 deutsche Städte beteiligen sich regelmäßig am Flaggentag.
Bildquellen
- Kreuzung am Weender Tor in Göttingen (Archivbild): GeorgDerReisende / Wikimedia Commons
- Jüdischer Friedhof in Geismar (Archivbild): Jan Stubenitzky (Dehio) / Wikimedia Commons
- Alte Mensa in Göttingen: Dguendel
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