Der Bürgermeister der Stadt Northeim wechselt ins Kreishaus, im Northeimer Rathaus übernimmt die CDU. Simon Hartmann (SPD) hat die Stichwahl um das Amt des Landrats im Landkreis Northeim am Sonntag, 27. September, mit 62,00 Prozent gewonnen. In der Stadt Northeim setzte sich Malte Schober (CDU) nach dem vorläufigen Ergebnis in der Bürgermeister-Stichwahl knapp gegen Holger Lambrecht (SPD) durch.
Klarer Sieg in der Landratswahl
Nach dem Ergebnis auf dem Wahlportal des Landkreises Northeim erhielt Hartmann 26.810 Stimmen. Thorsten Kühn (CDU) kam auf 16.432 Stimmen und 38,00 Prozent. Die Wahlbeteiligung lag bei 41,31 Prozent. Das endgültige Ergebnis stellt der Kreiswahlausschuss nach Angaben des Landkreises am Donnerstag, 1. Oktober, um 10 Uhr im Kreishaus an der Medenheimer Straße fest.
Im ersten Wahlgang am 13. September hatte Hartmann mit 40,33 Prozent vorn gelegen. Kühn erreichte 25,00 Prozent, Jens Kestner (AfD) 20,05 Prozent und Jakob Reiter (Grüne) 14,62 Prozent. Damals hatten 67,37 Prozent der Wahlberechtigten abgestimmt. In der Stichwahl bekam Hartmann 1.635 Stimmen weniger als zwei Wochen zuvor, Kühn 1.203 Stimmen weniger.
Hartmann tritt sein Amt am Sonntag, 1. November, an. Seine Amtszeit dauert acht Jahre und endet regulär am 31. Oktober 2034. Er folgt auf Landrätin Astrid Klinkert-Kittel, die der Landkreis bereits am Freitag, 4. September, mit einer Feierstunde verabschiedet hat. Ihre zweite Amtszeit endet am 31. Oktober, nach gut zehneinhalb Jahren an der Spitze des Landkreises.
Knappes Ergebnis in der Stadt Northeim
Hartmann ist derzeit Bürgermeister der Stadt Northeim. Um seine Nachfolge ging es in der zweiten Stichwahl des Sonntags. Nach dem vorläufigen Ergebnis erhielt Schober 4.995 Stimmen und damit 52,04 Prozent. Lambrecht kam auf 4.604 Stimmen und 47,96 Prozent. Die Beteiligung lag bei 42,85 Prozent.
Im ersten Wahlgang war es umgekehrt gewesen: Lambrecht lag mit 36,25 Prozent knapp vor Schober mit 35,35 Prozent. Zwischen beiden lagen damals 128 Stimmen. Dahinter folgten Sösemann-Kumm (AfD) mit 17,11 Prozent, Rodler (FDP) mit 6,99 Prozent und der Einzelbewerber Brühler mit 4,29 Prozent.
Einbeck entschied schon im ersten Wahlgang
In Einbeck war keine Stichwahl nötig. René Kopka (SPD) gewann die Bürgermeisterwahl am 13. September mit 55,45 Prozent. Auf Sölter (CDU) entfielen 28,85 Prozent, auf Najafi (AfD) 15,70 Prozent. Die Wahlbeteiligung lag bei 66,45 Prozent. Amtierende Bürgermeisterin ist Dr. Sabine Michalek. Nach ihren Angaben auf der Website der Stadt Einbeck wird das Amt ab der kommenden Wahlperiode nach Besoldungsgruppe B 4 vergütet statt wie bisher nach B 5.
SPD stärkste Kraft im Kreistag
Im neuen Northeimer Kreistag ist die SPD stärkste Kraft. Nach dem endgültigen Ergebnis, das der Kreiswahlausschuss am Freitag, 18. September, festgestellt hat, kommt sie auf 30,99 Prozent und 15 der 50 Sitze. Die CDU erhielt 23,10 Prozent und zwölf Sitze, die AfD 17,83 Prozent und neun Sitze. Die Grünen erhielten fünf Sitze, die FDP drei. Je zwei Sitze gehen an Die Linke, die DUW und die Bürgerliste. BSW und Die PARTEI gingen leer aus. Die Beteiligung an der Kreiswahl lag bei 67,41 Prozent.
Bildquellen
- Kreishaus Northeim: Gerd Fahrenhorst, CC BY 4.0, Wikimedia Commons
- Rathaus Northeim am Scharnhorstplatz: Dehio / Wikimedia Commons
- Fachplanung an einer Fachwerkwand (Fachwerk5Eck): Stefan Sobotta/Fachwerk5Eck
- Alkoholtest: Symbolbild – Foto: iStock
- Simon Hartmann und Astrid Klinkert-Kittel: Landkreis Northeim
Nachrichten, Blitzer und Termine aus Göttingen und Northeim: Folgen Sie der Göttinger Allgemeinen auf Instagram und Facebook.
Auf Instagram folgenAuf Facebook folgenSie lesen gern lokale Nachrichten aus Göttingen und Northeim? Wählen Sie die Göttinger Allgemeine bei Google als bevorzugte Quelle. Dann sehen Sie unsere Meldungen unter „Schlagzeilen“ häufiger.
Göttinger Allgemeine bei Google bevorzugen