Landesgartenschau Duderstadt 2030: Rundweg vom Stadtpark über den Wall zur Altstadt

2 Min. Lesezeit.

Wer die Landesgartenschau 2030 in Duderstadt besucht, soll auf einem Rundweg durch Gärten und Ausstellungsbereiche vom Stadtpark über die historische Wallanlage bis an die Altstadt geführt werden. So sieht es der Siegerentwurf des Berliner Büros Planorama Landschaftsarchitektur vor. Bürgermeister Thorsten Feike hat dem Büro im Historischen Rathaus den ersten Preis überreicht, wie die Stadt Duderstadt am Freitag, 9. Oktober, mitgeteilt hat.

Die Gartenschau soll von April bis Oktober 2030 laufen. Der Entwurf ist nach Angaben der Stadt aber noch kein fertiger Plan. Er soll mit dem Büro weiterentwickelt und an technische, finanzielle und rechtliche Anforderungen angepasst werden. Die endgültige Planung soll 2027 feststehen.

Feuchtwiesen bleiben, Bühne und Spielplatz werden neu gedacht

Der Entwurf verbindet den Stadtpark, die historische Wallanlage und die angrenzenden Flächen zu einem gemeinsamen Erlebnisraum. Die vorhandenen Feuchtwiesen bleiben erhalten und werden in das Konzept eingebunden. Neue Ideen enthält er für den Spielplatz, die Bühne und die Verbindung zwischen den beiden Teilen des Stadtparks. Ein barrierefrei erreichbarer Aussichtspunkt soll den Blick auf die Altstadt öffnen.

Feike betonte, die Gartenschau solle Duderstadt nicht nur im Jahr 2030 bereichern. „Entscheidend ist, dass Orte entstehen, die auch lange danach gern besucht und genutzt werden“, sagte er.

23 Büros hatten sich beteiligt

Nach Angaben der Landesgartenschau Duderstadt hatte das Preisgericht am 15. und 16. September beraten. Insgesamt hatten 23 Planungsbüros Arbeiten eingereicht; vorgelegt wurden sie der Jury ohne Namen der Verfasser. Das betreuende Büro weihrauch + fischer hatte alle Arbeiten zuvor geprüft. Der Jury gehörten externe Fachpreisrichter sowie Mitglieder aus Politik und Verwaltung an.

Den zweiten Preis erhielt das Büro hutterreimann Landschaftsarchitektur, den dritten Franz Reschke Landschaftsarchitektur, beide ebenfalls aus Berlin. Anerkennungen gingen an OTTL.LA Landschaftsarchitekten aus München in Kooperation mit kerck + partner aus Hannover sowie an A24 Landschaftsarchitekten und geskes.hack Landschaftsarchitekten, beide aus Berlin.

In den Wertungsrundgängen diskutierte die Jury nach Angaben der Gartenschau unter anderem die Qualität der Gestaltungsideen, den Umgang mit den prägenden Freiraum- und Gehölzstrukturen und die Vernetzung der Teilräume, intensiv und zum Teil auch kontrovers. Der Siegerentwurf liefere erste Teile der Vorentwurfsplanung. Die weitere Planung erfolge in enger Abstimmung mit der Stadt und auf Grundlage der erforderlichen Ratsbeschlüsse.

Entwürfe am Wochenende in der Stadtwerkstatt

Im Rat der Stadt hatte Planorama den Entwurf am Montag, 5. Oktober, öffentlich vorgestellt. Wer sich selbst ein Bild machen möchte, kann die ausgezeichneten Entwürfe und die Anerkennungen am Samstag und Sonntag, 10. und 11. Oktober, während des Apfel- und Birnenmarktes sehen. Sie werden jeweils von 12 bis 17 Uhr in der Stadtwerkstatt in der Marktstraße 36 ausgestellt. Den Siegerentwurf stellt die Stadt außerdem digital zum Betrachten bereit.

In den kommenden Monaten soll das Konzept nach Angaben der Gartenschau auch auf seine finanzielle Umsetzbarkeit geprüft werden.

Bildquellen

Nachrichten, Blitzer und Termine aus Göttingen und Northeim: Folgen Sie der Göttinger Allgemeinen auf Instagram und Facebook.

Auf Instagram folgenAuf Facebook folgen

Sie lesen gern lokale Nachrichten aus Göttingen und Northeim? Wählen Sie die Göttinger Allgemeine bei Google als bevorzugte Quelle. Dann sehen Sie unsere Meldungen unter „Schlagzeilen“ häufiger.

Göttinger Allgemeine bei Google bevorzugen

NEUESTE MELDUNGEN

NEUESTE BERICHTE