Der Landkreis Northeim lässt einen zentralen Neubau für seine drei Feuerwehrtechnischen Zentralen auf Wirtschaftlichkeit prüfen. Die Ergebnisse der Untersuchung erwartet die Kreisverwaltung nach eigenen Angaben Mitte Dezember. Der neu gewählte Kreistag soll sich in den kommenden Monaten mit der Zukunft der Einrichtungen befassen, teilte der Landkreis am Freitag, 6. November 2026, mit.
Anlass sind die drei bisherigen Standorte in Northeim, Einbeck und Bad Gandersheim. Sie entsprechen laut Landkreis den heutigen baulichen, technischen und arbeitsschutzrechtlichen Anforderungen nicht mehr vollständig. In einer Machbarkeitsstudie ließ die Verwaltung deshalb untersuchen, wie die Zentralen künftig untergebracht und organisiert werden könnten. Betrachtet wurden sowohl eine Zusammenführung an einem zentralen Standort als auch eine Weiterentwicklung der bisherigen Standorte.
Kreisausschuss verfolgt übrige Varianten nicht weiter
Die Zwischenergebnisse stellte die Verwaltung am Montag, 22. Juni 2026, in einer öffentlichen Sitzung des Ausschusses für Brand- und Katastrophenschutz vor. Am Montag, 6. Juli 2026, folgte ein Austausch mit den Hauptverwaltungsbeamten der Städte und Gemeinden, den Stadt- und Gemeindebrandmeistern, dem Kreisbrandmeister, den Abschnittsleitern und den Vorsitzenden der Kreistagsfraktionen. Im Ergebnis sei im Konsens empfohlen worden, die Variante eines zentralen Neubaus an einem neuen Standort weiterzuverfolgen, so der Landkreis.
Der Kreisausschuss beschloss daraufhin am Montag, 28. September 2026, die übrigen untersuchten Varianten nicht weiter auszuarbeiten und für den zentralen Neubau eine vertiefende Wirtschaftlichkeitsberechnung durchführen zu lassen. Eine abschließende Entscheidung über Standort oder Umsetzung sei mit diesem Beschluss ausdrücklich noch nicht verbunden, betont die Kreisverwaltung.
Welche Aufgaben vor Ort bleiben
Offen ist auch, wie die Dienstleistungen für die Feuerwehren künftig organisiert werden. Gemeinsam mit den Städten und Gemeinden sowie den Feuerwehren erarbeitet der Landkreis derzeit, welche Aufgaben künftig zentral und welche weiterhin vor Ort wahrgenommen werden können. Dazu sollen nach seinen Angaben Logistiklösungen entwickelt werden, um die praktischen Anforderungen der Feuerwehren zu berücksichtigen und das Ehrenamt zu stärken.
In die Planungen fließen außerdem die Anforderungen des Bevölkerungsschutzes ein. Das vorgesehene Multifunktionszentrum Bevölkerungsschutz soll nach dem Beschluss des Kreisausschusses bei der Wirtschaftlichkeitsberechnung in einem räumlich getrennten Bereich berücksichtigt werden. Die Leistungsfähigkeit der Feuerwehren habe bei allen Planungen oberste Priorität, erklärt der Landkreis; er setze deshalb auf einen engen Dialog mit den Kommunen und den Feuerwehren.
Die Ergebnisse der Wirtschaftlichkeitsuntersuchung werden Mitte Dezember erwartet. Sie sollen nach Angaben des Landkreises eine wesentliche Grundlage für die weiteren Beratungen sein, mit denen sich der neu gewählte Kreistag in den kommenden Monaten befassen wird.
Bildquellen
- Aussortierte Kleidung neben einem Altkleider-Container: Mictlancihuatl/Wikimedia Commons
- Geldspielgeräte in einer Spielhalle (Symbolbild): Esp1982 / Wikimedia Commons
- Kreishaus Northeim (Foto Landkreis Northeim): Landkreis Northeim
- René Kopka mit dem Führungsteam der Stadt Einbeck: Stadt Einbeck
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