Talisman-Preis in der Paulskirche für Göttingens künftige Oberbürgermeisterin

2 Min. Lesezeit.

Zwölf Tage vor ihrem Amtsantritt hat Göttingens künftige Oberbürgermeisterin Onyeka Oshionwu einen bundesweiten Preis bekommen. Die Deutschlandstiftung Integration hat ihr am Dienstagabend, 20. Oktober, in der Frankfurter Paulskirche den „Talisman für gesellschaftlichen Zusammenhalt“ verliehen. Die Stiftung würdigt nach eigenen Angaben ihren Einsatz für Bürgerdialog und politische Teilhabe. Oshionwu übernimmt das Amt im Göttinger Rathaus am 1. November.

Die Grünen-Politikerin hatte sich bei der Stichwahl am 27. September durchgesetzt. Zur Wahl waren vier Bewerber zugelassen.

Fünf Kommunalpolitikerinnen und -politiker geehrt

Oshionwu war in diesem Jahr nicht die einzige Preisträgerin. Die Stiftung ehrte nach ihrer Mitteilung fünf Menschen aus der Kommunalpolitik: neben der Göttingerin die frühere Kölner Oberbürgermeisterin Henriette Reker, die Kölner Bürgermeisterin Maria Helmis-Arend, Yannick Bares, Ortsbürgermeister von Rhaunen in Rheinland-Pfalz, und Stephanie Rikl, Bürgermeisterin von Ostritz in Sachsen. Gemeinsam ist ihnen laut Stiftung, dass sie sich in ihren Städten und Gemeinden für Teilhabe, Vielfalt und ein lebendiges Miteinander einsetzen.

Die Festrede hielt der Entertainer Hape Kerkeling. „Integration beginnt nicht bei der Nation, sondern in der Gemeinde und der Nachbarschaft“, sagte er nach Angaben der Stiftung. Die Laudatio sprach Altbundespräsident Christian Wulff. Eingeladen in die Paulskirche hatte Frankfurts Oberbürgermeister Mike Josef.

Ein Preis, der 2019 mit Margot Friedländer begann

Den Talisman vergibt die Deutschlandstiftung Integration in diesem Jahr zum sechsten Mal. Erste Preisträgerin war 2019 die Holocaust-Überlebende Margot Friedländer. Der Preis ist nach Angaben der Stiftung Nachfolger der „Goldenen Victoria für Integration“. Laut der Preisseite der Stiftung wurden 2021 vier Frauen und Männer der ersten Einwanderergeneration geehrt, die über die Anwerbeabkommen nach Deutschland gekommen waren. 2024 ging der Preis an die Journalistin Dunja Hayali, 2025 an Sportlerinnen und Sportler wie die Weitspringerin Malaika Mihambo, geehrt für Erfolge bei Olympischen und Paralympischen Spielen und für ihr Engagement neben dem Sport. Ausgezeichnet werden nach den Kriterien der Stiftung Menschen, die durch ihre Lebensgeschichte oder ihr Engagement zum Zusammenhalt beitragen, ehrenamtlich, künstlerisch, gesellschaftspolitisch oder wirtschaftlich.

Mehr Beteiligung vor Ort als Ziel der Stiftung

Mit der Auswahl von fünf Kommunalpolitikern hat die Stiftung in diesem Jahr ausdrücklich die örtliche Ebene in den Blick genommen. Laudator Wulff, der nach Angaben der Stiftung ihrem Stiftungsrat vorsitzt, sagte: „Demokratie braucht Menschen, die mutig auf offener Bühne Verantwortung übernehmen.“ Bei der Verleihung stellte die Stiftung außerdem ihr neues Projekt „Politix – Deine Stimme vor Ort“ vor, das von der Stiftung Mercator gefördert wird. Es soll junge Menschen für Kommunalpolitik begeistern und sie in ihrem Einsatz vor Ort stärken.

Bildquellen

Nachrichten, Blitzer und Termine aus Göttingen und Northeim: Folgen Sie der Göttinger Allgemeinen auf Instagram und Facebook.

Auf Instagram folgenAuf Facebook folgen

Sie lesen gern lokale Nachrichten aus Göttingen und Northeim? Wählen Sie die Göttinger Allgemeine bei Google als bevorzugte Quelle. Dann sehen Sie unsere Meldungen unter „Schlagzeilen“ häufiger.

Göttinger Allgemeine bei Google bevorzugen

NEUESTE MELDUNGEN

NEUESTE BERICHTE