Göttinger Jazzfestival: Was bis Samstag, 7. November, noch auf dem Programm steht

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Eine Woche lang ist das 49. Göttinger Jazzfestival noch zu erleben. Bis Samstag, 7. November, stehen laut Programm des Vereins Jazzfestival Göttingen Konzerte an mehreren Spielorten an, dazu ein Jazzfrühstück und ein Kinofilm. Den Schluss bilden zwei Abende im Deutschen Theater.

Mit dem Programm erinnert der Verein an Miles Davis und John Coltrane, die in diesem Jahr ihren runden Geburtstag gefeiert hätten. Beide bekommen nach Angaben der Veranstalter „je eine Art Geburtstagskonzert“.

Heute Abend im Esel in Sülbeck

Am Samstag, 31. Oktober, singt Simin Tander um 20 Uhr im Kultur im Esel in Sülbeck, begleitet von Harpreet Bansal, Björn Meyer und Samuel Rohrer. Laut Festivalprogramm stehen bei ihr Eigenkompositionen neben Bearbeitungen afghanischer Liebeslyrik, gesungen in Paschtu, der Sprache ihres Vaters. 2024 war sie für den Deutschen Jazzpreis in der Kategorie Vokal nominiert, ihr aktuelles Album heißt „The Wind“. Karten für den Esel gibt es über kultur-im-esel.de.

Frühstück, Film und Doppelkonzert

Am Sonntag, 1. November, spielen um 11 Uhr die Swing Club Cats beim Jazzfrühstück in der Cafeteria des Universitätsklinikums Göttingen. Auf dem Programm stehen Kompositionen der Swing-Ära, der Eintritt kostet 3 Euro.

Das Kino Méliès in der Bürgerstraße 13 zeigt am Montag, 2. November, und am Dienstag, 3. November, jeweils um 20 Uhr den Spielfilm „Everybody Digs Bill Evans“ in englischer Originalfassung mit deutschen Untertiteln. Regisseur Grant Gee erhielt dafür auf der Berlinale 2026 den Silbernen Bären für die beste Regie. Der Film erzählt, wie es für den Pianisten Bill Evans nach dem Unfalltod seines Bassisten Scott LaFaro 1961 weiterging.

Ebenfalls am Dienstag gibt es um 20 Uhr im APEX in der Burgstraße 46 ein Doppelkonzert: das Duo Ove Volquartz und Gianni Mimmo sowie CarlSong mit Hanna Carlson, Martin Tschoepe an der Viola da Gamba und Andreas Düker an der Erzlaute. CarlSong spielt Lieder aus der Zeit um 1600 und um 1920 auf historischen Instrumenten.

Am Mittwoch, 4. November, tritt um 20 Uhr das Trio der kubanischen Pianistin Marialy Pacheco im Alten Rathaus am Markt 4 auf, mit Juan Camillo Villa am Bass und Miguel Altamar am Schlagzeug. Am Donnerstag, 5. November, spielt um 21 Uhr das Duo Maier-Hauff//DeRungs im Nörgelbuff in der Groner Straße 23. Das Festival beschreibt die Musik der beiden als Mischung aus Jazz, Improvisation, Electronica und Sounddesign. Karten dafür verkauft das Nörgelbuff über noergelbuff.de.

Zwei Abende im Deutschen Theater

Am Freitag, 6. November, beginnt auf der Großen Bühne um 19 Uhr das Sextett der britischen Saxofonistin Emma Rawicz, Jahrgang 2002. Sie war schon 2023 beim Festival zu Gast, damals im Esel in Sülbeck. Um 21 Uhr folgt der schwedische Bassist Lars Danielsson mit seinem Quartett Liberetto, um 23 Uhr die österreichische Band Shake Stew. Sie tritt mit zwei Schlagzeugern, zwei Bassisten und drei Bläsern auf, feiert 2026 ihr zehnjähriges Bestehen und spielte schon beim Göttinger Jazzfestival 2019. Anschließend lädt DJ Julian Maier-Hauff in der Nacht zu Samstag ab etwa 0.30 Uhr zur Jazz-Dance-Party in den Keller DT-X. Karten dafür gibt es nur an der Abendkasse ab 23 Uhr, die Zahl der Plätze ist begrenzt.

Am Samstag, 7. November, spielt um 19 Uhr der Posaunist Delfeayo Marsalis aus New Orleans mit seinem Quintett, zu dem der Saxofonist Eric Alexander gehört. Um 21 Uhr tritt der britische Pianist Bill Laurance solo auf, er ist Gründungsmitglied der Band Snarky Puppy. Den Abschluss des Festivals macht um 23 Uhr die Scott Kinsey Group mit Fusion Jazz. Kinsey war laut Programm ein Weggefährte von Joe Zawinul und viele Jahre Mitglied der Band Tribal Tech.

Im Studio DT-2 spielen an beiden Abenden um 18.30 Uhr Nachwuchsbands, am Freitag die Red Flies, die Schulband des Theodor-Heuss-Gymnasiums, am Samstag die Musi-Kuss-Bigband.

Tageskarten und erstmals feste Sitzplätze

Für Freitag und Samstag gibt es Tageskarten, die für die Große Bühne, das Studio DT-2 und den Keller DT-X gelten, außerdem eine Karte für beide Tage. Erstmals bietet der Verein für die Hauptbühne reservierte, nummerierte Sitzplätze im ersten Rang an, in zwei Kategorien. Studierende der Universität, der HAWK und der PFH Göttingen mit Kulturticket-Berechtigung sowie Göttinger Schülerinnen und Schüler erhalten bei den Eigenveranstaltungen des Vereins gegen Vorlage ihres Ausweises 10 Euro Nachlass.

Karten für das Kino Méliès gibt es über lumiere-melies.de. Alle übrigen Karten verkauft der Verein über die Website des Jazzfestivals, außerdem gibt es sie über Reservix sowie an den Vorverkaufsstellen, darunter das Deutsche Theater und die Tourist-Information am Alten Rathaus.

Bildquellen

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