Wo in Osterode am Harz Wärmenetze infrage kommen und wo eher dezentrale Lösungen, zeigt die Stadt in der Stadthalle. Zu der Informationsveranstaltung am Dienstag, 17. November 2026, von 18 bis 20 Uhr lädt die Stadt Osterode am Harz ein. Vorgestellt werden die Ergebnisse der kommunalen Wärmeplanung: wie die Wärmeversorgung heute aufgestellt ist, welche Potenziale für eine klimafreundliche Versorgung bestehen und welche Entwicklungsmöglichkeiten sich für einzelne Quartiere ergeben.
Keine Pflicht zum sofortigen Heizungstausch
Der Wärmeplan betrachtet laut Stadt das gesamte Stadtgebiet. Er zeige vor allem, in welchen Bereichen Wärmenetze grundsätzlich eine realistische Perspektive bieten können und wo eher dezentrale Lösungen für Gebäude in Betracht kommen. Für private Eigentümer, Unternehmen und weitere Akteure vor Ort soll das eine erste Orientierung sein.
Die Wärmeplanung selbst verpflichte niemanden, die eigene Heizung unmittelbar auszutauschen, teilt die Stadt mit. Die geltenden Vorgaben und Fristen des Gebäudeenergiegesetzes blieben davon unberührt.
Frist bis Ende 2026
Für Mittelzentren wie Osterode am Harz muss die Wärmeplanung nach Angaben der Stadt bis Ende 2026 vorliegen, verankert sei sie im Wärmeplanungsgesetz und im Niedersächsischen Klimagesetz. Auf der Tagesordnung der letzten Ratssitzung der Wahlperiode stand das Thema bereits.
Vorbereitet hat sich die Stadt nach eigener Darstellung seit 2024, die Umsetzung begann 2025. Gemeinsam mit dem regionalen Energieversorger Harz Energie und der Qoncept Energy GmbH wurden Daten erhoben und ausgewertet. Vier Phasen hatte die Planung laut Stadt: Die Bestandsanalyse erfasste unter anderem Wärmeverbräuche, Versorgungsstrukturen und die Netzinfrastruktur. Die Potenzialanalyse untersuchte, wie sich der Verbrauch senken lässt und welche erneuerbaren Wärmequellen vor Ort zur Verfügung stehen. Im Zielszenario entstanden mögliche Wege zu einer klimaneutralen Wärmeversorgung, dabei wurden auch geeignete Quartiere für Wärmenetze betrachtet. Zum Schluss wurden Maßnahmen für die Wärmewende zusammengestellt, die sogenannte Wärmewendestrategie.
Bei der Veranstaltung am Dienstag, 17. November, können Besucher Fragen zu den Ergebnissen stellen und sich über die weiteren Schritte informieren. Im Anschluss an die Präsentation stehen Infostände bereit. Ansprechpartner bei der Stadt ist der Bereich Klimaschutz und Nachhaltigkeit im Fachbereich Bauen.
Bildquellen
- Schubkarre mit Strauchschnitt: Landkreis Northeim
- Tonnen mit gelbem Deckel am Straßenrand: PantheraLeo1359531, via Wikimedia Commons
- Informationsveranstaltung Wärmeplanung Osterode am Harz: Stadt Osterode am Harz
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