Mit 5,3 Millionen Euro fördert das Niedersächsische Wissenschaftsministerium ein neues Forschungsprojekt zur Landwirtschaft im Klimawandel. Das Verbundprojekt „AgRe-Lab“ wird von der Universität Göttingen geleitet und läuft sechs Jahre, teilt die Universität mit. Das Geld kommt aus dem Programm „zukunft.niedersachsen“.
Untersucht wird, wie Agrarlandschaften trotz Klimawandel produktiv bleiben und zugleich Artenvielfalt, Kohlenstoffspeicherung und einen gesunden Wasserhaushalt sichern können. Dazu richten die Forscher drei sogenannte Reallabore in den Landkreisen Northeim, Hildesheim und Gifhorn ein, in denen jeweils zwölf unterschiedliche Agrarlandschaften untersucht werden. Ein weiteres Labor im Landkreis Vechta soll zeigen, ob sich die Ergebnisse übertragen lassen.
Landwirte und Naturschützer an Bord
Neben der Universität Göttingen sind die TU Braunschweig, die Leuphana Universität Lüneburg, die Universität Vechta und das Thünen-Institut in Braunschweig beteiligt. Hinzu kommen zehn Partner aus Landwirtschaft, Naturschutz, Verwaltung und Bildung, darunter Landvolkverbände und Ökologische Stationen. Gefragt wird auch, ob die Betriebe Maßnahmen akzeptieren und wie gemeinsames Handeln gelingt.
Klimafolgen und Artenschwund ließen sich nicht allein auf einzelnen Flächen bewältigen, gehandelt werden müsse auf der Ebene ganzer Landschaften, sagt Sprecherin Prof. Dr. Catrin Westphal von der Fakultät für Agrarwissenschaften laut Mitteilung.
Bildquellen
- Blühfläche aus heimischen Wildpflanzen bei Dinkelhausen: Stefan Schüler (Universität Göttingen)
- Herzmuskelgewebe mit Nervenverbindungen im 3D-Modell (UMG): Universitätsmedizin Göttingen (UMG)
- Prof. Dr. Bernd Niemann (UMG): umg/samer al mhethawi
- Alte Mensa in Göttingen: Dguendel
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