Göttingen: David Quero Martin leitet das DLR-Institut für Aeroelastik

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Das Institut für Aeroelastik des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Göttingen hat einen neuen Leiter. Prof. David Quero Martin hat die Leitung von Prof. Lorenz Tichy übernommen. Das DLR hatte den Wechsel am Montag, 28. September, bekanntgegeben.

Tichy stand vom 1. August 2007 bis zum 31. Juli 2026 an der Spitze des Instituts. Quero Martin ist im Haus kein Neuling: Nach Angaben des DLR war er in den vergangenen Jahren bereits in verschiedenen wissenschaftlichen und leitenden Funktionen am Institut tätig. Das Forschungszentrum beschreibt ihn als Experten für Aeroelastik, Lastenberechnung und aktive Lastminderung.

Wenn sich Flügel im Flug verformen

Aeroelastik beschäftigt sich mit dem Zusammenspiel von aerodynamischen Kräften und den Verformungen umströmter Strukturen. Das DLR zieht den Vergleich mit einer Fahne im Wind: Auch Flügel werden im Flug verformt. Zu den Anwendungsfeldern des Instituts gehören laut DLR Verkehrsflugzeuge, Hubschrauber, Turbomaschinen und Windenergieanlagen.

„Aeroelastik ist eine integrative Schlüsseldisziplin und ein Wegbereiter für nachhaltige Technologien“, wird Quero Martin in der Mitteilung zitiert. Sie ermögliche es, leichtere und flexiblere Strukturen sicher auszulegen – von der Luftfahrt über die Windenergie bis zu neuen Anwendungen in der Raumfahrt.

Neue Schwerpunkte

Künftig will das Institut unter anderem an hochflexiblen Flugzeugstrukturen, digitalisierten Entwicklungsprozessen und der aeroelastischen Bewertung neuartiger, klimaverträglicher Luftfahrzeugkonzepte arbeiten. Simulation, künstliche Intelligenz und experimentelle Forschung sollen stärker verzahnt werden.

In Tichys Amtszeit hat das Institut nach DLR-Angaben seine Forschungsanlagen in Göttingen um den Ringgitterprüfstand und den Hochdruckkanal erweitert. Im Mittelpunkt standen damals unter anderem genaue numerische Simulationsverfahren sowie Untersuchungen in Windkanälen und Flugversuchen zur aeroelastischen Auslegung künftiger Flugzeuge. Für die Windenergieforschung betreibt das Institut den DLR-Forschungspark WIVALDI in Krummendeich bei Stade.

Die Mitteilung des DLR steht auf der Website des Forschungszentrums.

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