Göttingen: Oshionwu wird Oberbürgermeisterin, Witt neue Landrätin

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Göttingen bekommt eine grüne Oberbürgermeisterin, der Landkreis eine SPD-Landrätin. Onyekachi Oshionwu (Grüne) hat die Stichwahl um das Oberbürgermeisteramt am Sonntag, 27. September, mit 62,88 Prozent gewonnen. Im Landkreis setzte sich Dr. Ulrike Witt (SPD) mit 65,49 Prozent durch. Beide Ergebnisse sind inzwischen amtlich.

Deutlicher Abstand im Rathaus-Duell

Oshionwu erhielt nach dem amtlichen Endergebnis auf dem Wahlportal der Stadt Göttingen 28.585 Stimmen. Ihr Gegenkandidat Dr. Ehsan Kangarani (CDU) kam auf 16.876 Stimmen, das sind 37,12 Prozent. Von 92.916 Wahlberechtigten gaben 45.773 ihre Stimme ab, die Wahlbeteiligung lag bei 49,26 Prozent.

Im ersten Wahlgang am Sonntag, 13. September, hatte Oshionwu mit 41,44 Prozent bereits klar vorn gelegen. Kangarani erreichte damals 27,86 Prozent, Dr. Florian Dinger (SPD) 21,60 Prozent und Dr. Thomas Goes (Die Linke) 9,10 Prozent. Zwischen beiden Wahlgängen legte Oshionwu um 5.384 Stimmen zu, Kangarani um 1.281 Stimmen. Gleichzeitig gaben 11.458 Menschen weniger ihre Stimme ab als im ersten Wahlgang. Die Beteiligung fiel von 61,56 auf 49,26 Prozent.

Vor fünf Jahren war das Ergebnis knapper: 2021 hatte Petra Broistedt (SPD) die Stichwahl mit 52,96 Prozent gegen Fragel (Grüne) gewonnen, bei einer Wahlbeteiligung von 59,75 Prozent. Das Wahlportal der Stadt nennt als nächsten Termin für die Wahl des Oberbürgermeisters oder der Oberbürgermeisterin das Jahr 2034.

Oshionwus Partei stellt im neuen Göttinger Stadtrat die meisten Mitglieder: Bei der Ratswahl am 13. September waren die Grünen mit 28,6 Prozent stärkste Kraft geworden und erhielten 14 der 48 Sitze. Oshionwu selbst hatte im Wahlbereich 5 Göttingen-Mitte mit 4.221 Stimmen das beste Einzelergebnis unter den gewählten Ratsmitgliedern geholt.

Witt gewinnt im Kreis mit großem Vorsprung

Im Landkreis Göttingen entfielen in der Stichwahl 66.423 Stimmen auf Ulrike Witt und 34.995 Stimmen auf Harm Adam (CDU), der 34,51 Prozent erreichte. Der Kreiswahlausschuss hat dieses Ergebnis nach Angaben des Landkreises Göttingen am Dienstag, 29. September, in öffentlicher Sitzung einstimmig als endgültig festgestellt. Die Wahlbeteiligung lag bei 40,14 Prozent.

Der erste Wahlgang war deutlich enger ausgefallen. Sieben Bewerberinnen und Bewerber standen auf dem Stimmzettel. Witt kam auf 25,28 Prozent, Adam auf 23,44 Prozent. Dahinter folgten Schneider (Grüne) mit 17,28 Prozent, Riethig (BLG) mit 14,82 Prozent, Lauterbach (Die Linke) mit 10,33 Prozent, Wegener (WLG) mit 4,72 Prozent und Hampe (Volt) mit 4,12 Prozent. Damals hatten 63,52 Prozent der Wahlberechtigten abgestimmt.

Zwischen den beiden Wahlgängen gewann Witt 26.637 Stimmen hinzu. Adam erhielt in der Stichwahl 1.899 Stimmen weniger als zwei Wochen zuvor.

Landrätin tritt am 1. November an

Die Amtszeit der neuen Landrätin beginnt laut Landkreis am Sonntag, 1. November, und dauert acht Jahre. Bei der vorigen Landratswahl 2021 hatte Marcel Riethig, damals für die SPD, die Stichwahl mit 63,51 Prozent gegen Dornieden (CDU) gewonnen.

Weniger Wählerinnen und Wähler in der Stichwahl

In Stadt und Landkreis lag die Beteiligung an den Stichwahlen jeweils deutlich unter der des ersten Wahlgangs. Im Landkreis gaben 102.957 Menschen ihre Stimme ab, zwei Wochen zuvor waren es 163.013. In der Stadt Göttingen waren es 45.773 nach 57.231 im ersten Durchgang.

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