Ein Berliner Büro hat den Planungswettbewerb für die Landesgartenschau 2030 in Duderstadt gewonnen. Das Preisgericht des Planungswettbewerbs hat dem Büro Planorama Landschaftsarchitektur den ersten Preis zuerkannt. Die Jury beriet am Dienstag und Mittwoch, 15. und 16. September, über 23 eingereichte Entwürfe, wie die Stadt Duderstadt mitteilt.
Stadtpark und Wallanlage im Mittelpunkt
Die Arbeiten zeigen Lösungen für die künftige Gestaltung des Stadtparks, der historischen Wallanlage und der angrenzenden Bereiche. Den zweiten Preis erhielt das Büro hutterreimann Landschaftsarchitektur, den dritten Preis Franz Reschke Landschaftsarchitektur, beide ebenfalls aus Berlin. Anerkennungen gingen an OTTL.LA Landschaftsarchitekten aus München in Kooperation mit kerck + partner aus Hannover sowie an A24 Landschaftsarchitekten und geskes.hack Landschaftsarchitekten, beide aus Berlin.
Bürgermeister Thorsten Feike sieht im Siegerentwurf eine Verbindung der historischen Stadt mit neuen Ideen für Aufenthaltsqualität, Spiel- und Freizeitangebote und Klimaanpassung. „Mit der Entscheidung endet der Wettbewerb, aber die konkrete Planung beginnt jetzt erst“, sagte Feike.
Anonyme Entwürfe, kontroverse Diskussion
Das betreuende Büro weihrauch + fischer hatte alle Arbeiten vorab geprüft. Die Jury bekam die Entwürfe ohne Namen der Verfasser vorgelegt. Laut Stadt bewertete das Preisgericht zuerst, ob die Aufgaben der Auslobung erfüllt waren. In den folgenden Wertungsrundgängen ging es unter anderem um die Gestaltungsideen, den Umgang mit den vorhandenen Freiraum- und Gehölzstrukturen und die Vernetzung der Teilräume. Die Diskussion sei intensiv und zum Teil kontrovers gewesen.
Dem Preisgericht gehörten externe Fachpreisrichterinnen und Fachpreisrichter sowie Mitglieder aus Politik und Verwaltung an. Bei der Ausschreibung im April hatte die Stadt angekündigt, dass auch die Fördergesellschaft Landesgartenschauen Norddeutschland, der Landkreis Göttingen und das zuständige Ministerium beteiligt sind.
Vom Wettbewerb zur Planung
Den europaweiten Ideen- und Realisierungswettbewerb hatte die Stadt am 15. April ausgeschrieben. Gesucht wurde ein Büro für die Planung und den Bau der künftigen Freianlagen. Abgabeschluss war der 10. August. Mit 23 Arbeiten habe die Beteiligung die Erwartungen übertroffen, hatte Feike im August erklärt.
Fertig ist die Planung mit dem Juryentscheid nicht. Der Siegerentwurf liefert nach Angaben der Stadt erste Teile der Vorentwurfsplanung. In den kommenden Monaten soll das Konzept weiterentwickelt und auf seine technische, finanzielle und rechtliche Umsetzbarkeit geprüft werden. Die Stadt will zunächst mit dem Siegerbüro über die weiteren Planungsleistungen sprechen. Die Sach- und Finanzentscheidungen trifft der Rat der Stadt Duderstadt. Die endgültige Planung soll 2027 feststehen.
Vorstellung im Rathaus, Ausstellung zum Apfelmarkt
Planorama stellt den Siegerentwurf am Montag, 5. Oktober, um 17 Uhr in der Ratssitzung im Bürgersaal des Historischen Rathauses öffentlich vor. Die Beiträge der weiteren Preisträger sind während des Apfel- und Birnenmarkts am Samstag und Sonntag, 10. und 11. Oktober, in der Stadtwerkstatt in der Marktstraße 36 zu sehen.
Bildquellen
- Rasenfläche mit Bäumen im Duderstädter Stadtpark, dahinter rot-weiße Fachwerkhäuser: Dguendel
- Fachplanung an einer Fachwerkwand (Fachwerk5Eck): Stefan Sobotta/Fachwerk5Eck
- Luftbild Stadtpark Duderstadt: Tino Sieland/Stadt Duderstadt
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