Säge ansetzen, Aststück in einen Eimer am Boden werfen: So sah eine der Aufgaben bei der fünften Baumklettermeisterschaft der HAWK auf den Göttinger Schillerwiesen aus. 18 Studierende kletterten in bis zu 15 Metern Höhe, fast ebenso viele halfen bei der Organisation.
Ausgerichtet wurde der Wettkampf von Studierenden der HAWK-Fakultät Ressourcenmanagement in Göttingen. Er gehört zu einem Lehrmodul, das Professor Steffen Rust verantwortet. Teilnehmen durfte nur, wer ein gültiges Zertifikat in Seilklettertechnik hat.
Fünf Disziplinen standen auf dem Programm. Beim Arbeitsklettern wurde ein Astschnitt simuliert, beim Aufstieg ging es am frei hängenden Seil bis zu einer Glocke in 15 Metern Höhe. Beim Werfen mussten vom Boden aus Astgabeln mit Wurfgewichten getroffen werden, beim Speed Climb drei Glocken im Geäst. Die technisch schwierigste Aufgabe war nach Angaben der Hochschule die Rettung einer verletzten Person aus dem Baum. Dabei komme es darauf an, einen kühlen Kopf zu bewahren, sagt Paula Donath aus dem Organisationsteam.
Neu war in diesem Jahr eine eigene FLINTA-Wertung. Zudem reisten erstmals Studierende der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf aus Freising an, nach HAWK-Angaben der zweiten deutschen Hochschule mit einem Arboristik-Studiengang.
Klettern sei kein direkter Teil des Studiums, erklärt Rust. Dort gehe es um Baumbiologie, Verkehrssicherheit und Pflegekonzepte für Stadtbäume. Viele fänden aber über das Seilklettern zum Studiengang. Einige Zuschauer hätten sich nach früheren Meisterschaften in Göttingen für Arboristik eingeschrieben.
Bildquellen
- Herzmuskelgewebe mit Nervenverbindungen im 3D-Modell (UMG): Universitätsmedizin Göttingen (UMG)
- Alte Mensa in Göttingen: Dguendel
- Blühfläche aus heimischen Wildpflanzen bei Dinkelhausen: Stefan Schüler (Universität Göttingen)
- Prof. Dr. Bernd Niemann (UMG): umg/samer al mhethawi
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