Brombeeren, Farne und Gräser machen jungen Bäumen auf aufgeforsteten Flächen Konkurrenz. Sie freizuschneiden ist mühsame Handarbeit. Das Autonomous Mobile Robotics Lab der HAWK am Standort Göttingen entwickelt dafür einen Roboter: Im Projekt „RoboForest“ soll eine mobile Plattform selbstständig über Kulturflächen fahren, einzelne Setzlinge finden, Daten zu ihnen erfassen und unerwünschten Bewuchs gezielt entfernen.
Vorgestellt hat das Team um Laborleiter Professor Thomas Linkugel seine Ergebnisse bei den Thementagen des Kuratoriums für Waldarbeit und Forsttechnik (KWF) im Raum Ulm, die unter dem Leitthema „Junge Wälder im Klimawandel“ standen. Der Stand war laut HAWK auch Station bei Führungen für Gäste aus Politik, Verwaltung, Forstwirtschaft und Industrie. Vom 15. bis 18. Oktober zeigt das Labor das Projekt auf der Forstmesse Interforst in München.
Die Roboter sollen Fachkräfte bei schwerer und wiederkehrender Arbeit entlasten, nicht ersetzen, betont die Hochschule. Schwierig für die Technik seien unebener Boden, dichter Bewuchs, wechselndes Licht und das sichere Erkennen kleiner Pflanzen. Technische Lösungen wolle man nicht isoliert im Labor entwickeln, sagt Linkugel. Die Hinweise aus der Forstpraxis sollen in die weitere Entwicklung einfließen.
Bildquellen
- Herzmuskelgewebe mit Nervenverbindungen im 3D-Modell (UMG): Universitätsmedizin Göttingen (UMG)
- Alte Mensa in Göttingen: Dguendel
- Blühfläche aus heimischen Wildpflanzen bei Dinkelhausen: Stefan Schüler (Universität Göttingen)
- Prof. Dr. Bernd Niemann (UMG): umg/samer al mhethawi
- HAWK-Gebäude in Göttingen: Wifforygo
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