3,3 Millionen Euro: UMG und HAWK in Göttingen bilden Gesundheitsberufe gemeinsam aus

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Im Klinikalltag arbeiten Ärzte, Pflegekräfte und Therapeuten eng zusammen, ausgebildet werden sie meist getrennt. Das soll sich am Gesundheitscampus Göttingen ändern. Die Universitätsmedizin Göttingen (UMG) und die HAWK Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst erhalten von der Stiftung Innovation in der Hochschullehre 3,3 Millionen Euro für das Projekt „IPSO@GCG – InterProfessionell Studieren: Perspektiven Öffnen“. Das teilt die UMG mit, die das Projekt federführend leitet. Es läuft seit 1. Juli 2026 über vier Jahre.

Am Gesundheitscampus, einer Kooperation von UMG und HAWK, lernen schon heute Studierende der Pflege, der Therapiewissenschaften, der Hebammenwissenschaft, der Orthobionik, der Medizintechnik und der Sozialen Arbeit im Gesundheitswesen gemeinsam. Sie sind an der HAWK eingeschrieben und absolvieren Praxisteile an der UMG. Neu ist, dass nun auch die Humanmedizin systematisch einbezogen wird.

Geplant sind unter anderem interprofessionelle Ausbildungsstationen an der UMG, auf denen Medizinstudierende gemeinsam mit Studierenden und Auszubildenden anderer Gesundheitsberufe Patienten versorgen. Hinzu kommen gemeinsame Fallkonferenzen, Simulationen echter Versorgungssituationen, Szenarien in virtueller Realität und ein Wahlfach zu Themen wie demografischem Wandel, Digitalisierung, Klima und Gesundheit sowie sozialer Ungleichheit.

Die Stärken der anderen Berufe zu kennen, sei enorm wichtig, um Kranke gemeinsam, schnell und optimal zu versorgen, sagt laut Mitteilung Prof. Dr. Annette Wiegand, Studiendekanin der UMG und Leiterin des Projekts. Auf Seiten der HAWK verantwortet Vizepräsidentin Prof. Katja Scholz-Bürig das Vorhaben.

Ziel ist, die gemeinsame Lehre dauerhaft in den Lehrplänen zu verankern, statt sie auf einzelne Projekte zu beschränken.

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