Göttingen und die Mongolei bauen Forschungsnetz zu KI und Robotik auf

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Roboter sollen künftig verschiedene Personen erkennen, ihre sozialen Rollen erfassen und danach situationsgerecht handeln. Daran wollen die Georg-August-Universität Göttingen und die Mongolian University of Science and Technology gemeinsam arbeiten. Wie die Universität Göttingen mitteilt, bauen beide Hochschulen dafür ein Forschungsnetzwerk an der Schnittstelle von Computational Neuroscience, Künstlicher Intelligenz und Robotik auf.

Das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) fördert das Vorhaben „Rekurrente Neuronale Rückkopplung für verbesserte KI bei Mensch-Roboter-Interaktion (NeCoAI)“ ein Jahr lang mit 35.000 Euro.

Das Gehirn als Vorbild

Die Forschenden orientieren sich am Gehirn, das bei neuen Aufgaben auf bereits bestehende neuronale Verbindungen und Rückkoppelungsschleifen zurückgreift. Nach diesem Vorbild wollen sie untersuchen, wie KI-Systeme leistungsfähiger, kompakter und energieeffizienter werden können.

Prototyp eines Roboters geplant

In der Aufbauphase sollen eine deutsch-mongolische Kompetenz- und Partnerübersicht entstehen, zentrale Forschungsfragen und gemeinsame Experimentszenarien erarbeitet und eine wissenschaftlich-technische Roadmap erstellt werden. Geplant sind laut Universität außerdem Referenzarchitekturen für Robotik-Plattformen und der Prototyp eines Roboters, der ausgehend von der wahrgenommenen Situation verschiedene Aufgaben gemeinsam mit einem menschlichen Partner ausführt. Für Nachwuchsforschende sollen Themen für Austausch, Forschungsaufenthalte und gemeinsame Betreuung entwickelt werden.

Vorgestellt hat das Vorhaben Prof. Dr. Florentin Wörgötter vom III. Physikalischen Institut – Biophysik der Universität Göttingen. Er präsentierte es am Mittwoch, 21. Oktober, beim Deutsch-Mongolischen Wissenschaftstag in Berlin als eines der fünf Finalisten des Ideenwettbewerbs des Ministeriums.

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