Fünf neue Forschungsgruppen sollen an der Universitätsmedizin Göttingen (UMG) erforschen, wie Störungen im Zellstoffwechsel zu Krankheiten führen. Dafür hat die UMG in den vergangenen Monaten fünf Nachwuchsforschende aus dem In- und Ausland gewonnen, teilt sie am Mittwoch, 4. November 2026, mit. Ein Treffen Ende September 2026 gab den Startschuss für die Weiterentwicklung des Konzepts „Metabolische Plastizität“.
Stoffwechsel verbindet vier Schwerpunkte
Gemeint ist die Fähigkeit der Körperzellen, ihren Stoffwechsel an veränderte Umweltbedingungen, unterschiedliche Nährstoffverfügbarkeiten oder Stressfaktoren anzupassen. Treten dabei Störungen auf, können laut UMG Tumor-, Stoffwechsel- oder Autoimmunerkrankungen entstehen. Das Konzept verknüpft die Schwerpunkte Molekulare Zellbiologie, Neurowissenschaften, Herz-Kreislauf-Medizin und Onkologie.
Lunge und Hirn als gemeinsames System
Die Gruppen sollen auch das Zusammenwirken verschiedener Organe bei Erkrankungen untersuchen, ähnlich wie das Heart & Brain Center Göttingen bei Herz und Hirn. Erforscht werden beispielsweise Lunge und Hirn als gemeinsames Regulationssystem für Entzündungs- und Krankheitsprozesse. Daraus sollen sich neue Ansatzpunkte für Therapien neurodegenerativer Erkrankungen wie Multiple Sklerose ergeben.
„Wir investieren in die Zukunft unserer Forschung und bleiben auch in den kommenden Jahren über die Grenzen Deutschlands hinaus wettbewerbsfähig“, sagt Prof. Dr. Wolfgang Brück, Sprecher des Vorstandes der UMG.
Bildquellen
- Aula der Universität Göttingen am Wilhelmsplatz: Tilman2007 / Wikimedia Commons
- Finger tippen im Dunkeln auf einer hinterleuchteten Laptop-Tastatur: Colin / Wikimedia Commons
- Wald mit abgestorbenen Bäumen – Borkenkäfer-Studie: Universität Göttingen
- UMG Forschungsgruppenleitungen: umg/vanessa kruse
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